Leben in Deutschland Test oder Einbürgerungstest: Gleiche Fragen, anderer Zweck
Der Test Leben in Deutschland und der Einbürgerungstest nutzen dieselben Fragen und das gleiche Format. Hier steht der echte Unterschied und was für die Einbürgerung zählt.
Das ist einer der wirklich verwirrenden Punkte für alle, die auf die deutsche Staatsbürgerschaft hinarbeiten. Man sieht zwei verschiedene Namen, den Test Leben in Deutschland und den Einbürgerungstest, und nimmt naheliegend an, es seien zwei getrennte Prüfungen mit unterschiedlichem Inhalt. Das sind sie nicht. Hier steht, was tatsächlich dahintersteckt.
Die Fragen sind identisch
Beide Tests stammen aus genau demselben offiziellen Fragenkatalog. Insgesamt gibt es 310 Fragen, davon 300 allgemeine und zehn zum jeweiligen Bundesland. Welchen der beiden Tests Sie auch ablegen, Sie bekommen 33 Fragen, haben 60 Minuten Zeit und brauchen 17 richtige Antworten zum Bestehen. Format, Schwierigkeit und Fragenpool sind gleich. Wer sich auf den einen vorbereitet hat, ist auch auf den anderen vorbereitet.
Was ist dann der Unterschied?
Der Unterschied ist der Zweck, für den Sie ihn ablegen, nicht der Inhalt. Der Test Leben in Deutschland ist die Variante, die als Abschlussprüfung eines Integrationskurses abgelegt wird. Der Einbürgerungstest ist die Variante, die Sie gezielt buchen, weil Sie die Einbürgerung beantragen und keinen Integrationskurs besucht haben.
Stellen Sie es sich als denselben Test mit zwei verschiedenen Etiketten vor, je nachdem, warum Sie ihn ablegen. Das Zertifikat, das Sie erhalten, benennt den Zusammenhang, weshalb sich die Bezeichnung unterscheidet, obwohl Ihre Antworten aus demselben Fragenkatalog stammen.
Welches Zertifikat zählt für die Einbürgerung?
Das ist die praktische Frage. Wenn Sie den Test Leben in Deutschland am Ende Ihres Integrationskurses mit mindestens 17 richtigen Antworten bestanden haben, wird dieses Zertifikat als Nachweis für den Einbürgerungsantrag anerkannt. Sie müssen den Einbürgerungstest nicht gesondert ablegen. Viele, die einen Integrationskurs abgeschlossen haben, besitzen das Nötige bereits, ohne es zu wissen.
Umgekehrt gilt das nicht vollständig. Das Zertifikat des Einbürgerungstests weist Ihre staatsbürgerlichen Kenntnisse für die Einbürgerung nach, kann aber für Zwecke wie eine Niederlassungserlaubnis nicht an die Stelle des Ergebnisses von Leben in Deutschland treten. Die Integrationskursvariante ist damit die breiter verwendbare der beiden.
Was das für Sie bedeutet
Wenn Sie einen Integrationskurs gemacht haben, prüfen Sie Ihr Zertifikat, bevor Sie irgendetwas buchen. Ein bestandenes Ergebnis bei Leben in Deutschland deckt die Voraussetzung des Einbürgerungstests bereits ab, und es gibt keinen Grund, 25 Euro zu zahlen, um den Einbürgerungstest erneut abzulegen. Wenn Sie keinen Integrationskurs besucht haben, ist der Einbürgerungstest der Weg, den Sie direkt bei einer Prüfstelle buchen.
In beiden Fällen ist die Vorbereitung gleich
Da die Fragen identisch sind, bereiten Sie sich gleich vor, egal welches Etikett Ihr Test trägt. PassCitizen stellt den gesamten offiziellen Katalog bereit, nach Themen sortiert und mit den bundeslandspezifischen Fragen für Ihr Bundesland, dazu Probeprüfungen im echten 33-Fragen-Format. Das ist kostenlos und ohne Anmeldung.
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